Die Einlagen

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Die Einlagen

Sie helfen. Aber Muskeltraining gehört auch dazu!

Einlagen sind individuell gefertigte, mechanische Hilfsmittel zur Behandlung von Fusserkrankungen. Sie korrigieren, stützen, dämpfen und wirken entlastend für den Fuss und den Bewegungsapparat. Sie werden vom Arzt verordnet und vom Orthopädiehandwerker massgefertigt. Sie sind etwas anderes als serienmässig hergestellte Fussstützen, die sich gelegentlich in Konfektionsschuhen finden. Solche Fussstützen können vorbeugend oder bei leichter vorübergehender Fussschwäche angezeigt sein. Einlagen dagegen stellen die gestörte Statik des Beines durch stützen oder stimulieren wieder her. Sie werden mit folgenden Behandlungszielen angewandt (nach Marquardt):

  1. Unterstützung der Fusssohle zur Behebung muskulärer oder gelenkbedingter Beschwerden.

  2. Aufrichtung und Korrektur von Fussdeformierungen. Verhütung von erneutem Auftreten von Deformierungen, die vorbehandelt wurden. Korrektur von Fussdeformitäten.

  3. Belastungsausgleich verschiedener Teile der Fusssohle. Entlastung überlasteter Sohlenabschnitte.

  4. Entlastung und Schonung einzelner Vorfussteile durch Abrollwirkung.

Schuheinlagen haben den Vorteil, dass sie weniger kosten als orthopädisches Schuhwerk. Und sie können abwechselnd in mehreren Schuhen getragen werden. Ganz allgemein haben Schuheinlagen den Nachteil, dass sie eben nur passiv stützen und die Fussbewegung behindern. Durch diese Inaktivität kann eine Schwächung der Muskulatur entstehen. Darum ist es auch sehr wichtig, dass Einlagen nicht ohne aktiv kräftigende Massnahmen für die Fussmuskulatur getragen werden.

Generell gibt es drei EinIagentypen: Korrektureinlagen und Bettungseinlagen.

Korrektureinlagen. Sie kommen in der Regel nur im Wachstumsalter zur Anwendung. \Nenn Formabweichungen durch Gewebeschäden auftreten, wirken sie diesen unterstützend entgegen. Dabei korrigieren sie Fussdeformitäten so weit wie möglich, um eine bleibende Fehlform des Fussskeletts zu verhindern.

Bettungseinlagen. Sie dienen einem Belastungsausgleich bzw. der Entlastung einzelner Sohlenabschnitte. Die Körperlast wird möglichst gleichförmig und breitflächig verteilt (nach Hohmann). So werden Überlastungszonen entlastet, die nur schlecht weichgepolstert sind. Bei Füssen, die solche Einlagen brauchen, ist eine passive Korrektur ohne Gewaltanwendung nicht möglich. Bettungseinlagen werden aus verhältnismässig weichen Werkstoffen hergestellt. Die Schuhe müssen dafür besonders stabil sein.

Die Einlagen werden aus vielen verschiedenen Kunstoffen (harte, weiche, dämpfende und polsternde) hergestellt. Wenn eine Korrektur der Fussstellung erreicht werden soll, dann muss starres Material verwendet werden.

Durch die Einlage wird der Schuh enger. Bei Beschwerden, die durch zu enges Schuhwerk entstanden - also bei Schleimbeutelentzündungen oder Zehenfehlstellung - ist es darum nicht sinnvoll, hier Einlagen zu verwenden, ohne gleichzeitig einen grösseren Schuh zu tragen. Grundsätzlich gibt es zwei Gründe für die Verordnung von Einlagen: Einmal zur Vorsorge, um bei noch bestehender Beschwerdefreiheit einen Fussschaden zu vermeiden, oder um nach abgeschlossener Korrekturbehandlung das \Niederauftreten von Deformitäten zu verhindern. Zum anderen werden Einlagen zur Behandlung bereits bestehender Fussbeschwerden verordnet. Bei den glücklicherweise seltenen angeborenen Fussdeformitäten sind in vielen Fällen Einlagen zur Wuchslenkung notwendig.

Einlagen können durchaus erfreuliche Wirkungen auf Rückenschmerzen und Knie- bzw. Beinschmerzen haben. Die Einwirkung einer Drei-Punkt-Einlage zur Korrektur des Klump- oder Sichelfusses. Die über das Drei-Punktsystem wirkenden Kräfte dürfen nicht zu hoch sein. Sie entsprechen etwa der Stärke des Fingerdrucks.

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